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	<title>michil costa &#187; terroir</title>
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		<title>Südtirols Biobauern tagen im Vinschgau</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 08:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Südtirol hat 600 Biobauern. 120 sind es im Vinschgau. Europaweit beträgt der Bio-Anteil sechs Prozent, Tendenz steigend. Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder der verschiedenen Bio-Verbände zu den &#8220;Sommergesprächen auf der Alm&#8221; in Allitz. Es ging um das Thema: &#8220;Altes Wissen und neue Impulse für die biologische Landwirtschaft in Südtirol&#8221;, um die Auseinandersetzung mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2441&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;"><em>Südtirol hat 600 Biobauern. 120 sind es im Vinschgau. Europaweit beträgt der Bio-Anteil sechs Prozent, Tendenz steigend. Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder der verschiedenen Bio-Verbände zu den &#8220;Sommergesprächen auf der Alm&#8221; in Allitz. Es ging um das Thema: &#8220;Altes Wissen und neue Impulse für die biologische Landwirtschaft in Südtirol&#8221;, um die Auseinandersetzung mit dem Ursprung, den Werten und ihre Weiterentwicklung.</em></p>
<p style="text-align:right;"><em>von Magdalena Dietl Sapelza<span id="more-2441"></span></em></p>
<p style="text-align:center;">◊♦◊</p>
<p style="text-align:justify;">In den 1920er Jahren stellten Menschen festen, dass ihnen die Nahrungsmittel nicht mehr gut taten. Die Konsumenten fanden Verbündete in Bauern, die sich ebenfalls die Frage stellten: Warum sind unsere Nahrungsmittel nicht mehr vital? Eine Kehrtwende wurde mit der so genannten „Lebens-Reform“ eingeleitet. Es begann in Aufbäumen gegen Chemie in der Nahrungsmittelproduktion, die verantwortlich für Krankheiten gemacht wurde. Zurück zur Natur, hieß die Devise. In diesem Zusammenhang entstanden die ersten Reformhäuser, n denen natürlich erzeugte Produkte verkauft wurden. „Das war gewissermaßen die Geburtstunde des biologischen Landbaues“, erklärte der ehemalige Geschäftsführer von „Bioland“ und „Demeter“ Peter Schaumberger in seinem geschichtlichen Rückblick.<br />
Bis ins 19. Jahrhundert wurde im weitesten Sinne biologisch gewirtschaftet. Das Wissen über landwirtschaftlichen Anbauformen war von einer Generation auf die andere übergegangen. Dann entwickelte sich die Landwirtschaft in rasendem Tempo in Richtung Industrialisierung und betriebswirtschaftlicher Gewinnmaximierung, größtenteils ohne Rücksicht auf Grund und Boden. Die Nebeneffekte sind seither verminderte Qualität, krankmachende Stoffe in den Nahrungsmitteln und ein riesiger Energieverbrauch.</p>
<p style="text-align:justify;">
<h4><strong> Alternative zur Chemie</strong></h4>
<p style="text-align:justify;">Die Pioniere suchten nach Alternativen, nach biologischen Hilfsmitteln zur umweltverträglichen und dennoch effizienten Nahrungssmittelproduktion. Die wissenschaftliche Grundlage für den ökologischen Landbau lieferte der Botaniker und Mikrobiologe Raoul France im Jahre 1913 mit seinen Untersuchungen zur Ökologie der im Boden lebenden Mikroorganismen. Es entwickelten sich zwei Hauptströme der ökologischen Landwirtschaft, die „biologisch-dynamische Wirtschaftsweise“ und der „organisch biologische Landbau“ (siehe unten).<br />
Die Vertreter beider Wirtschaftsweisen sind heute in mehreren Verbänden organsiert mit teils unterschiedlichen, selbst auferlegten Richtlinien. Die strengsten Richtlinien im Vinschgau befolgen die Bauern im „Bund alternativer Anbauer“. Sie verzichten auf Kupfer und Schwefel. Die Gemeinsamkeit der Verbände besteht darin, dass sie sich allen den naturschonenden Produktionsmethoden verpflichtet fühlen. Sie verzichten im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wie Fungizide, Herbizide, Insektizide, auf synthetische Wachstumsförderer, auf synthetische Düngemittel, auf Antibiotika und auf Gen-Technik. Erzeugnisse der biologischen Landwirtschaft werden keiner Lebensmittelbestrahlung unterzogen. Die Kontrollen sind streng, um „schwarze Schafe“ auszumustern. Denn biologischer Landbau hat mit Vertrauen zu tun.</p>
<p style="text-align:justify;">
<h4><strong> Neues Bewusstsein</strong></h4>
<p style="text-align:justify;">Für die konventionell tätigen Landwirte waren die Bio-Pionier, lange Zeit „Spinner“. Die Einzelkämpfer wurden ausgegrenzt. Erst später schöpften sie Kraft aus Zusammenschlüssen. „Die Kraft kam aus der Überzeugung, dass wir nicht von gestern sind, sondern von morgen“, sagt Josef Wetzstein Vizepräsident von „Bioland“. Man hae sich immer darum gemüht, keine Gräben zu vertiefen und im Sinne einer gemeinsamen Zukunft offen zu sein für alle, die noch nicht soweit sind. Seit 90 Jahren versuchen Biobauern die Einstellung in den Köpfen zu verändern, um die Landwirtschaft zu ökologisch verträglichen Bewirtschaftungsform und zur Nachhaltigkeit zurück zu führen. Dazu brauchen sie allerdings einen langen Atem. In jüngster Zeit gibt es Teilerfolge. Die Zahl der Biobauern steigt, weil die Sehnsucht der Menschen nach natürlich produzierten Nahrungsmitteln ebenfalls steigt. Ein neues Bewusstsein fasst Fuß, nicht zuletzt aufgrund der aufgedeckten Lebensmittelskandale. Und die Konsumenten sind auch bereit, mehr für Bioprodukte zu bezahlen. Für Verwirrung sorgt teilweise die Kennzeichnung. Es fehlt ein einheitliches und verbindliches Logo.</p>
<p style="text-align:justify;">
<h4><strong> Verbindliches EU-Siegel</strong></h4>
<p style="text-align:justify;">Biobauern haben immer mehr Konsumenten auf ihrer Seite. Das bedingt, dass auch Politiker hellhörig werden, auf die Bioscheine aufspringen und zu Weichenstellern werden. In Allitz waren unter andern der Gesundheitslandesrat Richard Theiner und der EU-Parlamentarier Herber Dorfmann anwesend. Theiner plädierte für einen gesunden Lebensstil und bemängelte, dass ich vor allem die Jugend katastrophal ernähre. Er forderte eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Leben und mit der Ernährung, und hob hervor, dass die Sanitätseinheit West in Sachen Verpflegung im Krankenhaus Schlanders ein Bio-Projekt ins Leben gerufen hat. Dorfmann wartete mit der Nachricht auf, dass die EU-Kommission derzeit einen Aktionsplan für biologische Landwirtschaft ausarbeite. Demnächst werde man ein verbindliches Siegel präsentieren, das für einen Mindeststandart bürgt. Wo Bio draufsteht muss auch Bio drin sein. „Der Mindeststandart ist ein Riesenschritt“, sagt Wetzstein. Zusätzlich gebe es Qualitätsparameter je nach Verband.</p>
<h4><strong>Nachhaltige Wertschöpfung</strong></h4>
<p style="text-align:justify;">Biologische Landwirtschaft ist moderne Landwirtschaft. Sie muss sich den Herausforderungen des Marktes stellen, ohne dabei ihre Werte aus den Augen zu verlieren.<br />
„Bio muss unser Weg sein, das sind wir unsren Kindern schuldig“ unterstrich der Gadertaler Bio-Hotelier Michil Costa. „Biologische Landwirtschaft ist eine der besten Möglichkeiten, um nachhaltig Wertschöpfung für das Land zu erreichen“. „Man kümmert sich in Tourismuskreisen unseres Landes lieber um Kubaturverschiebung und Bettenaufstockung, als um Ethik und Nachhaltigkeit“. Er forderte Land- und Gastwirte auf, aufeinander zuzugehen, regte die Gründung einer Einkaufs- beziehungsweise Verkaufsgenossenschaft an.<br />
In der Diskussion wurde die Subventionspolitik des Landes angesprochen, bei der die Biobauern oft kürzer treten müssen, und die Bio-Vermarktung, die nicht um die Regeln des globalisierten Marktes herum kommt.<br />
Zusammenfassend brachte Moderatorin Renate Gamper den Inhalt der Sommergespräche auf den Punkt: „Bio ist Lebenshaltung, Bio braucht Menschen, die sich die richtigen Fragen stellen und die Antworten finden. Bio ist der Blick auf Natur und Schöpfung. Bio ist ein Gefühl, ein schönes Gefühl.“</p>
<p style="text-align:center;"><strong><br />
</strong><a rel="attachment wp-att-2452" href="http://michilcosta.wordpress.com/2009/08/30/sudtirols-biobauern-tagen-im-vinschgau/bioland/"><img class="aligncenter size-full wp-image-2452" title="Bioland - Peter Schaumberger (ehemaliger Geschäftsführer von &quot;Bioland&quot; und &quot;Demeter&quot;, Josef Wetzstein (Vizepräsident von &quot;Bioland&quot;), Michil Costa (Hotel La Perla, Corvara), Hans Lösch (Obmann Biolandverband Südtirol)" src="http://michilcosta.files.wordpress.com/2009/08/bioland.jpg?w=500&#038;h=259" alt="Bioland" width="500" height="259" /></a></p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong>„Biologisch-dynamisch“</strong><br />
Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise wurde von Rudolf Steiner begründet und beruht auf Vorstellungen der anthroposophischen Weltanschauung mit ideellen Prinzipien und weniger auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Das persönliche Verhältnis zu Naturgeschehen steht im Mittelpunkt. Kosmischer Äther und Astralkräfte werden als Grundlage des Lebens und somit des Wachstums angesehen. Durch spezielle Düngeverfahren ohne Einsatz von Mineraldünger werden diese Kräfte gezielt gefördert. Jeder Betrieb soll in der Lage sein, sich selbst zu erhalten. Die Qualität der Nahrungsmittel nimmt einen zentralen Stellenwert ein und geht einher mit gesunden Pflanzen und Tieren, mit hochwertigen Futtermitteln und gesundem Saatgut. Die anthroposophischen Grundsätze wurden in den 1950 Jahren durch sozioökonomische Konzepte ergänzt, die auf den Erhalt der bäuerlichen Lebenseise abzielt. Der Anbauverband „Demeter“ ist Vertreter der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong>„Organisch-biologisch“</strong><br />
Der organisch-biologische Landbau ist in den 1950er Jahren aus der Schweizer Heimatbewegung entstanden und hat seine Wurzeln in der Lebensreform der 1920er Jahre und in der dynamisch-biologischen Wirtschaftsweise. Theoretische Grundlagen lieferte Hans Müller und der Wissenschaftler Hans Peter Rusch mit seinen Forschungen über die Bodenmikrobiologie, deren Kreisläufe und die damit zusammenhängende Bodenfruchtbarkeit. Es entstand das Naturhaushaltskonzept des „Kreislaufs der lebendigen Substanz“. Dieses ökologische Landbausystem breitete sich in Deutschland in den 1960er Jahren aus. Immer mehr Betriebe stellten um und es kam zur 1971 zur Gründung von „Bioland“. Das beschriebenen System bildete die Grundlage für die weiteren Entwicklungen des ökologischen Landbaus, mit Ausnahme der sich eigenständig entwickelnden biologisch-dynamischen Wirtschaftseise.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Der Vingschger Wind 15-09 vom 30. Juli 2009</em></p>
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		<title>Mehr als eine Chance?</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 08:09:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[“Good morning, where is Corvara the little mountain village?“ So fragten mich neulich bei uns im Hotel amerikanische Gäste, wo denn wohl das “kleine Bergdorf Corvara” liege. Von anderen Touristen habe ich Sätze gehört wie: „Hier wird aber viel gebaut!“ oder: „Ihr wollt hier doch nicht so enden wie in Cortina?“ und: „Passt nur gut [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2436&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">“Good morning, where is Corvara the little mountain village?“ So fragten mich neulich bei uns im Hotel amerikanische Gäste, wo denn wohl das “kleine Bergdorf Corvara” liege. Von anderen Touristen habe ich Sätze gehört wie: „Hier wird aber viel gebaut!“ oder: „Ihr wollt hier doch nicht so enden wie in Cortina?“ und: „Passt nur gut auf das Erbe eurer Väter auf!“ Wohin geht unsere (Bau-)Entwicklung? Seit dem 26. Juni 2009 sind unsere Dolomiten ein Weltnaturerbe, und wir sind nicht ohne Grund stolz darauf. Aber was passiert mit unseren Tälern, unseren Dörfern? Welcher Architektur-Wahn erwartet uns dort noch? Vielleicht hat uns das Schicksal mit dem Weltnaturerbe nun ein e Macht in die Hände gelegt, die wir nutzenkönnen, wenn wir willens sind.<span id="more-2436"></span><br />
„Himmel, Erde und ich &#8211; wir leben zusammen, und sämtliche Dinge plus ich formen zusammen eine untrennbare Einheit.“ (Chuang Tzu) Klingt kompliziert, ist aber das, was wir alle täglich fühlen: Wo wir leben, ist nicht nur ein geographischer, sondern auch ein geistiger Ort, eine Gefühlsstätte, die im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Teil unserer Identität wird. Aber jedes touristisch stark besuchte Gebiet, das nicht überlegt seine Entscheidungen abwägt, wird irgendwann zum Opfer einer Rückentwicklung. Die ungeordnete und falsche Transformation von Land reißt diese außergewöhnliche „Einheit“ auseinander und schafft Unbehagen und das Gefühl unbewusster Entfremdung.<br />
Rimini, Cancun, Kerala, Sharm-el-Sheik, die spanische Südküste zeigen es: lauter furchterregende Monster, die nicht nur die Landschaft zerstören. Den Menschen, die dort zuhause sind, kommt das Gefühl der Zugehörigkeit abhanden, das Interesse und der Respekt für die eigene Kultur. Sie fühlen sich als Fremde im eigenen Land.<br />
Dabei gäbe es Alternativen: Bhutan erlaubt nur einen beschränkten Zugang von Touristen; hier wird Fortschritt in der Tat als ein Prozess gesehen, der nicht so sehr das wirtschaftliche Wachstum als vielmehr das Glück fördern soll.<br />
In der Schweiz errichtet der Architekt Gion Caminada Neubauten, die sich perfekt mit schon existierenden Häusern ergänzen.<br />
In verschiedenen Gemeinden der Toskana gibt es nur einen einzigen Typ Architektur &#8211; den lokalen.<br />
Wäre es so schlimm, wenn auch bei uns die Freiheit der Architektur Grenzen hätte? Wo bleibt die vielgepriesene „Authentizität“ unserer eigenen Kultur und unserer Geschichte in der Gestaltung unserer Häuser, unserer Dörfer?<br />
Unternehmerische Phantasien beschneiden, zu bewusstem und respektvollem Umgang mit dem Kulturerbe zu erziehen, vernünftig zu bauen &#8211; all das bedeutet, gemeinschaftlich und nachhaltig zu denken, auch gegen Widerstand.<br />
Viele gute Leute in den Chefsesseln der zuständigen Ämter sollten Überwachungsautorität besitzen, werden jedoch regelmäßig in diesen letzten Jahren von klüngel wirtschaftlichen Entscheidungen der Landesregierung ausgehebelt. Dabei ist es gerade die Landesregierung, die in dieser Sache ein größeres Bewusstsein fördern und führen sollte. Doch stattdessen hat sie die Bauspekulation angeheizt und öffentliche Anlagen als Übergrößen in Beton errichten lassen &#8211; und die Sorgfalt und wachsame Ehrfurcht fahren lassen, die noch ihre Pflicht gewesen wäre. Sie hat überdimensionierte Brücken gebaut und bauen lassen, Kuppeln und Küppelchen, Türmchen und Zinnen, Almhütten-Hotels und Hotel-Almen mit roten Dächern und papageienhaft bunten Rollläden in lila-gelb. Des Wohlstands wegen sind wir dazu verdammt, in einem Weihnachts-Disneyland im pornoalpinen Stil zu leben. Wären es Bordelle gewesen, hätten wir damit einen Welterfolg hingelegt!<br />
Aber eine Trendwende schein in Sicht! Nun heißt es auch aus dem Mund des Tourismuslandesrates Berger: „Die maximale Auslastung scheint erreicht.“ Können wir auf Wunder hoffen? Kann es sein, dass ein Umdenken stattfinden? Wir werden darauf achten und genau darauf schauen.<br />
Oder sind wir weiterhin verdammt, unser architektonisches Erbe auf dem Altar des (scheinbaren) Wohlstandes zu opfern? Wie können wir diese Entwicklung aufhalten? Wenn es irgendwie geht, dann nur gemeinsam. Und genau aus diesem Grund haben wir in Alta Badia ein Projekt ins Leben gerufen: „Alta Badia Quo Vadis“ ist entstanden, um Abhilfe zu schaffen. Wir verlassen uns auf die Fähigkeiten lokaler Architekten. diese werden die Eigenschaften einer Alpin-Architektur festlegen, die in Harmonie mit unserer ladinischen Kultur steht. Schließlich ist Architektur, wie schon Schopenhauer sagte, Musik in fester Form!<br />
Was zu retten ist, wollen wir retten, und wir wollen Vernunft annehmen. Auf diesen Vorsatz bin ich stolz und damit einer seiner beharrlichsten Förderer. Wir stehen noch am Anfang, weshalb ich zwar nicht schon beruhigt, aber doch zuversichtlich bin, weil ich weiß, dass Viele mit gutem Willen und Tatkraft dabei sein. unser Weltnaturerbe kann uns dabei helfen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, und ichglaube daran: Der Lauf der Dinge im Leben und in der Welt kann sich auch ändern.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>michil costa, Südtiroler Tageszeitung Nr. 168, am 30. August 2009</em></p>
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		<title>Faremo la fine di Cortina?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 07:30:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[“Goodmorning, where is ‘Corvara il paesino di montagna?’” ospiti americani mi chiesero, qualche giorno fa, dove si trovasse ‘Corvara il paesino di montagna’.
Sono molti i turisti che mi dicono frasi come: “ma quanto si costruisce”, “non farete la fine di Cortina?!”, “tenetevi stretto il vostro patrimonio”.
Ogni territorio ad alta densità turistica, se non calibra opportunamente [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2415&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">“Goodmorning, where is ‘Corvara il paesino di montagna?’” ospiti americani mi chiesero, qualche giorno fa, dove si trovasse ‘Corvara il paesino di montagna’.<span id="more-2415"></span><br />
Sono molti i turisti che mi dicono frasi come: “ma quanto si costruisce”, “non farete la fine di Cortina?!”, “tenetevi stretto il vostro patrimonio”.<br />
Ogni territorio ad alta densità turistica, se non calibra opportunamente le scelte è destinato a subire un’involuzione. Il paese in cui si vive non è solo un luogo geografico; è un luogo della mente, un sito emotivo che diventa col tempo una parte importante della propria identità. “Il cielo, la terra ed io viviamo insieme e tutte le cose ed io formiamo un’inseparabile unità” (Chuang Tzu)<br />
Le trasformazioni disordinate e striscianti del territorio spezzano quella straordinaria “unità” creando disagi e sensi di inconscia estraniazione.<br />
Alla comunità residente viene a mancare il senso di appartenenza, l’interesse, il rispetto della propria cultura. Rimini, Cancun, Kerala, Sharm-El-Sheik, la costa sud della Spagna: spaventose brutture che, oltre a deturpare il paesaggio, subiscono la tragedia del far venire meno una coesione del gruppo nativo; i residenti si sentono spaesati nel proprio paese.<br />
Eppure le alternative esistono:<br />
In Bhutan l’accesso ai turisti è limitato, lo sviluppo viene infatti considerato un processo volto a promuovere la felicità più della crescita economica.<br />
In Svizzera l’architetto John Caminada erige costruzioni nuove che si integrano perfettamente con quelle già esistenti; nella vicina Serfaus la più piccola città del mondo ad avere una metropolitana, non ci sono case in vendita. In vari comuni toscani esiste solo un tipo di architettura, quella locale.<br />
Porre limiti alle fantasie imprenditoriali, educare alla conoscenza e al rispetto del patrimonio culturale, fabbricare in modo ragionato, significa costruire comportamenti fortemente connotati di senso civico, unica garanzia per una tutela condivisa. L’obbligo di un&#8217;azione di salvaguardia è un dovere della comunità intera; noi siamo parte viva del patrimonio. Siamo i custodi, non i predatori. Il cacciatore delle Alpi è passato di qua 9.000 anni fa, evidentemente di cacciare ancora non si è stancato.<br />
Tante ottime persone a capo degli uffici competenti dovrebbero avere l’autorità di vigilare, vengono però regolarmente scavalcate da scelte clientelistiche delle giunte provinciali di questi ultimi anni. Proprio lei, la Signora Provincia, dovrebbe tutelare e guidare a una maggior consapevolezza. Ha invece alimentato le speculazioni edilizie e edificato strutture pubbliche magnum al cemento trascurando la cura e quella vigile reverenza che sarebbe stato doveroso. Ha vangato palate di soldi; ha costruito e lasciato costruire ponti sovradimensionati, cupole cupolette torrette e torricelle, masi-albergo e alberghi-rifugi dai rossi tetti e dalle tapparelle gialloviola cresta di pappagallo. Il benessere ci costringe a vivere in Disneyland natalizie di stile pornoalpino. Fossero state case chiuse avremmo avuto un successo mondiale!<br />
Alta Badia Quo Vadis è nata per correre ai ripari e la sola istituzione di questo ente è già un grande passo. Ci affideremo alla competenza di architetti locali. Specificheranno le caratteristiche di un’architettura di montagna sulle note della nostra cultura ladina. L’architettura, come diceva Schopenauer, è musica solida!<br />
Vogliamo salvare il salvabile e metterci in riga. Di questo proposito sono orgoglioso e uno degli ostinati promotori. Siamo appena agli inizi, e, se non ancora tranquillo, sono fiducioso perché so che c’è l’impegno e la volontà di molti. Io ci credo; nella vita e nel mondo il corso delle cose può anche cambiare.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>michil costa, Alto Adige del 20.08.2009</em></p>
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		<title>I me feji demorvëia, i ne me feji nia demorvëia</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alta Badia]]></category>
		<category><![CDATA[dolomites]]></category>
		<category><![CDATA[life]]></category>
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		<category><![CDATA[terroir]]></category>
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		<description><![CDATA[Düć messunse tó en conscideraziun na vita plö “ecosostenibla”. Nos düć mangiun sö plö energia co ći che nosc planët é bun da fà. 
I me feji demorvëia che l’Ombolt da Corvara dijes che n daz sö por i jus podess ester na bona soluziun. Al foss ora da capì che nos ne sun nia [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2397&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Düć messunse tó en conscideraziun na vita plö “ecosostenibla”. Nos düć mangiun sö plö energia co ći che nosc planët é bun da fà. <span id="more-2397"></span><br />
I me feji demorvëia che l’Ombolt da Corvara dijes che n daz sö por i jus podess ester na bona soluziun. Al foss ora da capì che nos ne sun nia susc sön chësc monn! Vigni sort de ajiamënt (incuinamënt) &#8211; inće acustich &#8211; ti tol cualité a nosta vita. Na mobilité alternativa nes dëida fà stè damî nos ostis, i arpizadus, les umes cun sü mituns, düć i sciori, düć i ciüfs y düć i tiers! La jënt se fajess demorvëia: stlüje i jus por n valgönes ores al dé “ai confi ns dl patrimone mondial dl’umanité” &#8211; foss n gran suzes mediatich.<br />
I me feji demorvëia che i boteghiers y ostis da Corvara se baudies dla stlüta al trafi ch di auti te nosc paisc.<br />
I ne me feji degöna morvëia che le presidënt di ostis de Südtirol baies de spostamënć de cubatöra ignoran l’importanza de n’etica tl turism.<br />
I ne me feji degöna morvëia ch’i motoziclisć se copa.<br />
I ne me feji degöna morvëia che nosta jënt n’é nia plö contënta.<br />
I me feji demorvëia ch’an ne capësces nia ćiamo l’importanza de n turism de chi dala roda.<br />
I me feji demorvëia ch’an alda intres plö üties sö por munt cun intres plö musiga disco y tecno y intres plö dadalt.<br />
I ne me feji degöna morvëia che i ùn manco sciori chësc ann.<br />
I me feji davëi demorvëia che döt chësc me fejes ćiamo demorvëia.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>michil costa, La Usc di Ladins nr. 30 dl 8 de agost 2009</em></p>
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		<title>„Sommergespräche auf der Alm“ &#8211; organisiert durch Bioland Südtirol</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 06:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
				<category><![CDATA[BIO]]></category>
		<category><![CDATA[at home]]></category>
		<category><![CDATA[gastronomy]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[terroir]]></category>

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		<description><![CDATA[Kortsch/Schlanders – Altes Wissen und neue Impulse für die biologische Landwirtschaft in Südtirol. So hieß das Thema der Sommergespräche auf der Alm, die am Samstag, 25. Juli 2009 auf Einladung des Bioland Verbandes Südtirol (www.bioland-suedtirol.it) auf den Kulturhöfen Rimpf bei Kortsch stattfand. Der Kern der heurigen Sommergespräche war die Auseinandersetzung mit dem Ursprung und den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2323&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Kortsch/Schlanders – Altes Wissen und neue Impulse für die biologische Landwirtschaft in Südtirol. So hieß das Thema der Sommergespräche auf der Alm, die am Samstag, 25. Juli 2009 auf Einladung des Bioland Verbandes Südtirol (www.bioland-suedtirol.it) auf den Kulturhöfen Rimpf bei Kortsch stattfand. Der Kern der heurigen Sommergespräche war die Auseinandersetzung mit dem Ursprung und den Werten der biologischen Landwirtschaft und ihre Weiterentwicklung in der heutigen Zeit. Für 12 Uhr war eine Diskussion mit den Referenten und Teilnehmern angesagt.</p>
<p><span id="more-2323"></span></p>
<h3 style="text-align:justify;"><em>2 Fragen an Michil Costa:</em></h3>
<ul>
<li>
<h3 style="text-align:justify;">Welchen Platz können BIO-Produkte in der Gastronomie einnehmen?</h3>
</li>
<li>
<h3 style="text-align:justify;">Welche Chancen birgt die Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Gastwirt?</h3>
</li>
</ul>
<p style="text-align:center;">◊♦◊</p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong>Die Redebotschaft: </strong></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em><strong>&#8220;Vermitteln der Ethik, Verantwortung, Respekt der Natur und den nachfolgenden Generationen gegenüber.&#8221;</strong></em></p>
<p style="text-align:center;">◊♦◊</p>
<p style="text-align:justify;">Bun dé a düc canc, die Begrüßung in ladinisch. Die Ladiner: Gegenwart in den Dolomiten, Geschichte im Vinschgau. Ubi bene ibi patria: es gibt eine Verbindung.</p>
<p style="text-align:justify;">Als ich zu diesem Vortrag eingeladen wurde, habe ich mich sehr gefreut. Eine Veranstaltung wo über BIO-Produkte gesprochen und diskutiert wird. Ich habe mir dann die beiden Fragen durchgelesen auf die ich eingehen sollte und einen Fehler entdeckt. Eine der Fragen die mir nämlich gestellt wurde ist folgende: Welchen Platz können BIO-Produkte in der Gastronomie einnehmen? Ich sage Ihnen: Die Frage ist falsch. Nicht <strong>können</strong>, <strong><em>müssen </em></strong>ist das richtige Verb. <strong>Welchen Platz müssen BIO-Produkte in der Gastronomie einnehmen? </strong>Und ich sehe das ganz realistisch.</p>
<p style="text-align:center;"><em><strong>Wenn wir es nicht schaffen, gewisse Änderungen im Verhalten von uns Menschen vorzunehmen und endlich lernen uns ein bisschen zurück zu nehmen, werden uns all unsere technischen Erfolge nichts helfen.</strong></em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Unsere Eltern</strong> waren die <strong>große Generation</strong>, sie haben für uns eine Welt von Freiheit und Wohlstand aufgebaut. Wir sind, so scheint es mir oft, hingegen die Heuschrecken, wir fressen und fressen und fressen, bis irgendwann nichts mehr da sein wird. Unsere Kinder werden, nein sie müssen, die <em><strong>Re</strong></em>generation sein, eine Entwicklung die sich auf Nachhaltigkeit für den globalen Markt und für die Natur aufbaut. Wo für unsere Eltern das höchste Gut die Freiheit war, muss es für uns die Nachhaltigkeit sein. …es geht um Verantwortung. Um eine Ethik der Verantwortung.<br />
Ein Schmetterling, der in Sydney mit seinen Flügeln wackelt, kann im Vinschgau eine Mure auslösen. Edward Lorenz,  Mathematiker. Kleine Ursachen können große Wirkungen haben.</p>
<h2 style="text-align:center;">BIO ist nicht gleich BIO</h2>
<p style="text-align:justify;">BIO ist in vielen Köpfen immer noch etwas Neues; BIO ist immer noch „anders“.<br />
Die Menschen haben immer vor Änderungen Angst, aber wer nicht wandert wandelt und wechselt, verwandelt sich in brüchiges Dolomitengestein. Also:<strong> Fürchtet Euch nicht!</strong> Jedes Neue ist erst einmal verwirrend und schafft Unsicherheit.<br />
Was aber auch kein Wunder ist: Bioland, Biokreis, Naturland, Biopark, Ecoland, Ecovin, Demeter! Auch wenn alle diese BIO-Siegel sich an noch strengere Auflagen halten, als die EU-ÖKO-Verordnung von 1991 vorschreibt, ist die Verwirrung bei den Konsumenten groß. Was heißt „integrierter Anbau“, was ist der „grüne Punkt“. <strong>Das hat mit BIO nichts zu tun und wird doch gerne unter diesem Hut verkauft.</strong> Mittlerweile sind auch Gerüchte und Meldungen von kriminellen Unternehmer im Umlauf, die diese Lebenseinstellung, und hier sage ich bewusst nicht Trend, <strong>denn </strong><strong>BIO </strong><strong>ist kein Trend</strong>, es ist eine <strong>Lebenseinstellung</strong>, ausnutzen. Kriminelle, die diese Lebenseinstellung ausnutzen und versuchen auf falsche Art Geschäfte zu machen. <strong>Green wash</strong>. Sich grün schminken. Seien wir uns bewusst: Es muss das Ziel sein, Sicherheit für den Konsumenten zu schaffen, damit er weiß: <strong>wo </strong><strong>BIO </strong><strong>drauf steht muss auch </strong><strong>BIO </strong><strong>drin sein</strong>. Und hier ist noch viel zu tun. <strong>Eine der Wege ist so eine Veranstaltung zu organisieren wie sie hier und heute gemacht haben, zu der ich sie auch beglückwünschen möchte und mich an dieser Stelle auch ganz herzlich für die Einladung bedanken möchte.</strong> Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass Bewusstsein der Konsumenten zu schärfen und das ist das Wichtigste. Das dürfen wir nie vergessen. In all den Marketingmaßnahmen die ergriffen werden, sollte die oberste Frage lauten: Erreichen wir mit dieser Botschaft den Konsument? Schaffen wir es mit dieser Maßnahme ein Umdenken zu erzeugen? Denn schlussendlich ist er es, der entscheidet ob Ihr Produkt gekauft wird oder nicht.<br />
Eine dieser Maßnahmen, vielleicht sogar eine der Wichtigsten ist die Zusammenarbeit mit den <strong>Gastwirten und Gastronomen</strong>. Der Lebensmitteleinzelhandel kann nur bis zu einem gewissen Punkt BIO<strong> </strong>-Produkte verkaufen und vermarkten. Die Produktpalette der Geschäfte muss notgedrungen immer das ganze Warensortiment bereitstellen. Die Gastronomen aber können eine Auswahl in Ihrem Angebot, bei ihren Produkten treffen. Die Gastronomen können eine Einstellung, ein Gefühl, eine Botschaft verkaufen. <strong>Sie können selbst entscheiden ob Sie BIO </strong><strong>verkaufen oder nicht.</strong></p>
<h2 style="text-align:center;">Arbeitsweise im La Perla –<br />
Köche und BIO</h2>
<p style="text-align:justify;">Ich bin Wirt und ich habe diese Entscheidung getroffen. Aber glauben sie mir, das reicht leider nicht. Ich war zu Beginn auch der Meinung: Ach Michil jetzt gehst du mal in die Küche und sagst deinen beiden Chefköchen, dass ab jetzt nur mehr BIO auf die Karte kommt. Die Folge war ein langer Kampf um jeden Millimeter. <strong>Die Energie, die oftmals aufgewendet wird um ja nicht irgendetwas zu ändern ist unglaublich. </strong>Oft kommt es mir schon vor, dass es in der Natur des Menschen liegt, jede Abweichung vom Status Quo, jede kleinste Veränderung schon als Zeichen für die Apokalypse zu sehen. Wissen Sie, es stimmt schon wenn ein berühmter Schweizer Arzt meinte: <strong>„Jede Veränderung und Entwicklung ist wie eine Geburt – schmerzhaft, aber mit wunderbaren Ergebnissen.“</strong> Schmerzhaft war es für mich auch, anstatt über die wunderbare Entwicklung, plötzlich mit meinen Köchen über Preise diskutieren zu müssen. „Aber das wird viel zu teuer, das zahlen die Gäste nie!“ – Wir haben ein Budget für die Mehrkosten, welche  für die höheren Ausgaben beim Einkauf von biologischen Produkten entstehen, erstellt, -gleich 1 % des Umsatzes-. Ein anderes viel benutztes Argument war: „Aber Michil, Giorgio G. und seine Familie kommen seit 20 Jahren, sie gehören zu den Top 10 unserer Kunden, hat seit eh und je seine Gänsestopfleber und die willst du ja auch verbieten, das geht doch nicht!“ Sie hatten große Angst vor der Veränderung und, ehrlich gesagt, mit der Zeit kamen auch mir Zweifel ob mein Weg ein Machbarer ist. <strong>Da wir aber wissen</strong> wie die armen Gänse vollgestopft werden, da ich nicht verstehe warum das Traditionsprodukt Schwarzplentn aus Afrika importiert werden muss, da wir die Ausübung der Macht von Nestlé kennen, da wir wissen <strong>müssen </strong>dass das Huhn in Italien vom Großkonzern AIA monopolisiert ist <strong>und dass dieses mit Antibiotikum behandeln werden muss</strong>, dass gleich viel Kartoffel von Italien nach Deutschland transportiert werden wie Erdäpfel von Germany nach Italia, -mit LKW- da ich weiß dass Schweine italienische Tiere werden wenn sie nur eine Zeitlang in Italien leben <strong>(existieren, denn Leben ist mehr)</strong>, und da unser Leben nicht besser sein darf als das der Tiere, die wir essen, da jedes Lebewesen das Recht hat ein würdiges Leben zu leben, -der Mahatma Gandhi sprach von Satyagraha, im Sinne der Wahrheit- <strong>da wir all dies wissen und wissen müssen</strong>, wollte ich eine Lösung <strong>und ich habe sie auch gefunden</strong>.<br />
<strong>Das größte Problem nämlich bei dieser Art von Gastronomie ist der Einkauf.</strong> Es gibt BIO-Produkte nun mal leider nicht am Fließband 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Da braucht es eine gewisse Flexibilität. Und da verstehe ich auch die Köche, die hier zusätzliche Zeit und Energie aufwenden müssen um hin und her zu verhandeln. Teilweise mit Lieferanten arbeiten müssen, die eben nicht die Logistik und Professionalität haben wie andere große Zulieferer. <strong>Also dachte ich mir, ich stelle den Köchen eine Person zur Seite, die sich nur um den Einkauf kümmert.</strong><br />
Die Köche sagen einfach was sie brauchen und Carlo kümmert sich darum. Er schließt Lieferverträge, <strong>kontrolliert </strong>die ankommenden Waren, <strong>organisiert </strong>und <strong>verhandelt</strong>.</p>
<p style="text-align:justify;">Jetzt, werden sie meinen, meine Köche sind in Jubel ausgebrochen, als ich den Vorschlag machte. Im Gegenteil, wo sie sich vorher aus ganz natürlichen Koch-Konkurrenzgründen immer ein bisschen skeptisch gegenüber standen, wurden sie nun zu besten Kumpels, weil sie einen gemeinsamen „Feind“ hatten. (Ironische Betonung): <strong>Wie konnte sich ein Mensch erlauben diese wichtige Aufgabe den Köchen abzunehmen. Unsere Köche hatten echt Angst, die Qualität der Waren und der sicheren Lieferzeiten und Liefermengen würde darunter leiden. </strong>(vielleicht auch eine Verletzung des Ego)<br />
Das ist jetzt 10 Monate her und ich kann ihnen sagen, um beim anfänglichen Zitat zu bleiben, <strong>mittlerweile ist die Geburt vollbracht und die Ergebnisse wunderbar</strong>. Die Köche verstehen sich mit dem Einkäufer sehr gut und sind froh, dass sie diese Arbeit nicht mehr haben und sich so mehr auf das Kochen konzentrieren können. Natürlich gibt es ab und zu noch feine Abstimmungen, aber alle sind überzeugt, dass dies ein guter Weg ist. Schauen Sie, einfach ist es nie und Probleme gibt es immer, nennen wir sie <em>Detailschwierigkeiten</em>.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Mit Kreativität und Herzblut findet man immer Lösungen.</strong> Sie selbst haben diesen Verband Bioland schon 1991 gegründet.<br />
<strong>Auch wenn es mittlerweile viele Erfolge in der BIO</strong><strong>-Welt gibt.</strong> Ich bin sicher, Sie wissen genau was ich meine. Auch in ihrer Verbandsgeschichte werden Sie einige Kämpfe ausgetragen haben. Aber wir wissen, es zahlt sich aus!</p>
<h2 style="text-align:center;">Einkaufspyramide</h2>
<p style="text-align:justify;">Carlo, unser Einkäufer, wie arbeitet er genau? Nach welchen Prinzipien arbeitet das Hotel La Perla mit BIO-Produkten? Um sicher zu sein, immer die nötigen Produkte im Haus zu haben, haben wir eine Einkaufspyramide entwickelt. In dieser wurde festgelegt welche Produkte Priorität haben. Wir verkaufen Gefühle. Das Gefühl sich besser zu fühlen. An oberster Stelle sucht unser Einkäufer nach <strong>BIO-Produkten aus Val Badia.</strong> An zweiter Stelle BIO-Produkte aus der Region. Sollten es die gewünschten Produkte nicht geben, weichen wir von BIO ab und geben den Produkten aus der Region den nächsten Vorrang. Weitere Stufe der Pyramide sind BIO-Produkte aus Italien, dann Produkte aus Italien, BIO-Produkte aus Europa und an letzter Stelle Produkte aus Europa. Eine ganz eigene gastronomische Schiene fahren wir zur Zeit mit den &#8220;Fair Trade Produkten&#8221;. So kocht die Stüa de Michil im „fair cooking“ Programm mit , welches derzeit 7 Top-Restaurants aus Südtirol beinhaltet.<br />
Sie sehen, es gibt immer mehrere Wege die ans Ziel führen, nachhaltig zu wirtschaften. Wichtig ist den richtigen für sich und seinen Betrieb zu finden. Denn: wir werden sicherlich niemals BIO-Äpfel aus China den Vorrang vor „normalen“ Äpfeln aus Südtirol geben. <strong>Keine Waldfrüchte im Winter, keinen Apfelstrudel im Sommer, no wine from California, und keine Erdbeeren die von rasenden Motorräder akustisch verschmutzt werden</strong>.</p>
<h2 style="text-align:center;">Kann man BIO verkaufen?</h2>
<p style="text-align:justify;">Aber kommen wir noch mal zurück auf ein Argument unserer Köche, und zwar, dass BIO nicht verkaufbar ist. Ist das so? <strong>Hier habe ich als Antwort ein klares Ja und Nein! </strong>Ich bin sicher, wenn ein ganz normales Dorfgasthaus, wo täglich viele Handwerker Essen gehen von heute auf morgen alles auf BIO umstellen würde, dann würde es nicht lange dauern und der Betrieb kann schließen. Die Umsetzungsphase muss immer in mehreren Schritten erfolgen, wobei meiner Überzeugung nach die wichtigsten vier Schritte folgende sind:</p>
<h3>Erstens: Einbindung und Zustimmung der Mitarbeiter.</h3>
<p>Die  Köche müssen das mittragen, sonst ist es von vornhinein zum Scheitern verurteilt. Aber auch die Servicekräfte müssen Sie mit einbinden. Wenn der Kellner oder die Kellnerin (die 82 Mitarbeiter sind wohl das wichtigste in unserem Betrieb) keine Informationen zu den Produkten und der Philosophie haben, wird die Umsetzung sehr schwer.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Zweitens müssen Sie die Frage des Einkaufs klären.</h3>
<p style="text-align:justify;">Sie müssen sicherlich nicht sofort jemanden einstellen, der Ihnen die ganze Arbeit abnimmt. Aber in Abstimmung mit dem Koch, kann es durchaus sein, dass Sie Arbeiten neu einteilen oder umstellen müssen.</p>
<h3>Drittens die Kommunikation nach außen: Tue Gutes und sprich darüber.</h3>
<p>Bescheidenheit ist hier fehl am Platz. Sie müssen nicht damit angeben, dass Sie BIO auf der Karte haben, aber die zukünftigen Gäste müssen das erst mal erfahren. Nur so können Sie neue Gästeschichten überhaupt erreichen.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Und Viertens das Wichtigste: Sie brauchen einen langen Atem.</h3>
<p style="text-align:justify;">Eine solche Umstellung rechnet sich nicht sofort. Es kann mehrere Jahre dauern, bis sie deutlich den Unterschied merken und es ist ein langsamer Prozess. <strong>Aber ein sich lohnender, für uns, für unsere Kinder und für unsere Umwelt.</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Die Antwort auf die Frage von vorhin ob sich BIO verkaufen lässt, könnte nach diesen Punkten also lauten: <strong>JA, wenn es richtig gemacht wird.</strong></p>
<h3 style="text-align:justify;"><em>Forderung 1</em></h3>
<p style="text-align:justify;">Ich wünsche mir an dieser Stelle auch, dass die Politik und die Wirtschaftsverbände diese Notwendigkeit zum Handeln spüren könnten. <strong>Dann wäre es vielleicht auch möglich Unterstützungen einzuführen, die es den Erzeugern, also den BIO-B</strong><strong>auern, ermöglicht zu dem Marktpreis der normalen Produkte ihre BIO</strong><strong>-Produkte an die Gastronomie zu verkaufen.</strong> (Obwohl ich gegen Subventionen bin). Das wäre ein erster wichtiger Schritt um zu unterstreichen wie wichtig dieses Thema der Politik ist. Wahrscheinlich bin ich schwerhörig, denn ich habe davon leider noch nichts gehört.</p>
<h3 style="text-align:justify;"><em>Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Gastwirt – Forderung 2</em></h3>
<p style="text-align:justify;">Und hier wären wir auch schon bei der Frage ob es den Landwirten gelingen wird, in der Gastronomie wirklich Fuß zu fassen. Wobei ich jetzt nicht unterscheiden will zwischen BIO-Landwirten und normalen Landwirten. Die Antwort darauf wird nur gefunden, wenn wir die Probleme -Detailschwierigkeiten- die mit dieser Zusammenarbeit verbunden sind, lösen. Und diese sind neben logistischen-, preislichen- und Angebotsproblemen eben auch kommunikative Probleme. Machen wir doch mal eine Umfrage unter Gastronomen um zu fragen ob die wissen <strong>welche </strong>Bauern in der Nähe <strong>was </strong>liefern könnten und welche der Bauern BIO-Bauern sind. <strong>Da würden wir schnell sehen, dass die meisten ihre eigenen Nachbaren nicht genügend kennen.</strong><br />
Und hier wünsche ich mir, dass sich die großen Verbände doch kurzschließen möchten und schauen wie man diese Probleme ergründen und lösen könnte. Vielleicht wird es ja auch schon getan. Vielleicht wissen sie etwas darüber. (Berger ist ganz gut). Ich jedenfalls bekomme öfters den Eindruck, dass sich der <strong>HGV mehr mit Kubaturverschiebungen, Beiträgen und Bettenaufstockungen beschäftigt als mit Ethik und nachhaltiger Entwicklung</strong>. Der meistgehörte Satz, den ich zumindest wahrnehme, ist: <strong>„Die Gäste bleiben kürzer, wir müssen mehr Gäste ins Land holen um die Nächtigungszahlen zu halten.“</strong> Wir müssen die Betten <strong>füllen</strong>. <em><strong>Gänse und Betten füllt man nicht! </strong>Schnell füllen ist nicht biodynamisch.</em> Verzeihen Sie mir, aber ich betrachte das als eine verfehlte Tourismuspolitik! Wertschöpfung erzielen wir nicht einzig und allein durch gehaltene oder gesteigerte Nächtigungszahlen. X-Beispiele gibt es weltweit von touristischen Destinationen die nur mehr einen Billigtourismus anlocken, und sonst gar nichts mehr besitzen. Keine Kultur, keine Identität, Cancun, Kerala, Rimini oder Sharm-El-Sheik. Ein wertvoller Tourismus kann in Zukunft nur biodynamisch sein.<br />
Wertschöpfung erzielen wir dadurch, wenn sich die Gäste bei uns ehrlich behandelt und wohl fühlen. Dann geben Sie ihr Geld bei uns aus und das erzielt die Wertschöpfung! Die SMG überrascht mich hingegen immer wieder positiv, indem sie sich selbst Authentizität und Regionalität auf die Fahnen geschrieben hat. Respekt vor Christoph Engl, leider wird er von der hohen Politik nicht genug ernst genommen. Ich weiß, dass der Teufel immer im Detail steckt und schon bei dem Versuch der Definition des Wortes Authentizität kann man ins Schwitzen geraten.<br />
Authentizität im Tourismus heißt – <strong>ganz pessimistisch gesehen</strong> – das Ausklammern von allem was “nicht schön ist“. Die Seiser Alm, wirklich traumhaft, retuschiert die Unreinigkeiten, verschweigt die  Kubaturverschiebungen, und was nicht passt wird weggeschnitten.<br />
Wir versuchen nur dem zu entsprechen, was sich der Urlauber von uns erwartet, z.B. ein Foto mit Bauer und Schafen auf der Homepage vinschgau.org. Und das ist jetzt nicht negativ oder pessimistisch, sondern ganz realistisch und durchaus lobend gemeint!<br />
Und ich werde nun versuchen die Quadratur des Kreises zu schaffen indem ich den Herrn Meister, obwohl oder gerade deshalb weil der HGV ein <strong>Meister eines Tourismus ohne Ethik</strong> ist, ihn, Berger und Engl ins Gewissen reden, mit einer Überlegung die nicht philosophisch, sondern streng marktwirtschaftlich formuliert ist: <strong>Biologische Landwirtschaft und deren Produkte auf den Teller des Gastes zu bringen ist sicherlich eine der besten Möglichkeiten um nachhaltig Wertschöpfung für unser Land zu erzeugen! </strong>Die Gäste profitieren, die Gastronomen profitieren, die Landwirte profitieren, die Natur profitiert, unser ganzes Land profitiert. Also tun sie was! (LH Sensibilität im Punkto Natur unter der Schuhsohle)<br />
Wie wäre es denn mit einer eigenen Einkaufsgenossenschaft nach dem Vorbild der HOGAST, die aber nur mit lokalen Erzeugern arbeitet. Es kann ja die Schiene BIO und die Schiene „andere Qualitätsprodukte von Südtiroler Bauern“ geben. Neben BIOLAND ist ja auch die Vereinigung „Roter Hahn“ bemüht die Qualitätsprodukte Südtiroler Bauern zu vermarkten. Diese lobenswerten Ansätze könnte man in einer Einkaufsgenossenschaft zu viel mehr Geltung verhelfen.</p>
<h3 style="text-align:justify;"><em>Landwirte müssen auf die Gastwirte zugehen – Forderung 3</em></h3>
<p style="text-align:justify;">Aber auch das reicht noch nicht. Eine von oben herab verordnete Sichtweise wird immer schwer angenommen. <strong>Auch die Landwirte selbst, ob nun BIO</strong> <strong>oder nicht, müssen die Zusammenarbeit mit den Gastwirten suchen.</strong> Und hier erhoffe ich mir als Gastronom mehr Unterstützung. Die Landwirte müssen den Gastwirten helfen die Produkte zu verkaufen! Stellen Sie Kommunikationsmittel zur Verfügung die der Gastwirt einsetzen kann um die Produkte und ihre Qualität seinen Gästen näher zu bringen. Informationsbroschüren, Informationsblätter, Probesortimente, es gibt unzählige Möglichkeiten, seien Sie kreativ. Bieten Sie den Gastronomen an, in deren Haus Verkostungen für die Gäste durchzuführen. Bieten Sie Betriebsbesichtigungen an. Es liegt auch in der Verantwortung des Landwirtes etwas für den Weiterverkauf und die Vermarktung seiner Produkte in der Gastronomie zu tun. <strong>Suchen Sie die Zusammenarbeit mit den Gastronomen</strong>; -die „große Welle“ kommt bestimmt, der Zeitgeist ist nicht mehr weit weg-  Diese werden es Ihnen danken.</p>
<h2 style="text-align:center;">Südtiroler Produkte</h2>
<p style="text-align:justify;">Sollte das nun alles klappen und Sie sind als Gastronom erfolgreich gewesen mit der Umstellung in Ihrem Betrieb und mit dem Finden von Landwirten, kann ich Ihnen nur empfehlen auch darauf zu schauen welche Produkte Sie in Ihrem Betrieb anbieten wollen. <strong>Abgesehen von den BIO</strong><strong>-Produkten ist nämlich ein lokales Produkt nicht automatisch immer nur das Beste.</strong> Woher kommen die Rohstoffe bzw. die Grundprodukte? Was ist denn mit dem viel gepriesenen Qualitätszeichen Südtirol? Wir wissen alle, dass das Grundprodukt des Specks nicht aus Südtirol kommt. Hier kommt man natürlich als Gastronom nur schwer drum herum, Speck nicht anzubieten, <strong>aber authentisch ist das nicht. Und auch nicht ehrlich</strong>. Aber wie wäre es denn, den Gästen Südtiroler <strong>Bauern</strong>speck anzubieten? Wer von Ihnen, oder von Ihren Gäste weiß, dass Südtiroler <strong>Bauern</strong>speck mit Südtiroler Schweinen gemacht wird, Südtiroler Speck aber auch holländisch grunzen kann.<br />
Oder was ist mit den Obstgenossenschaften? Mittlerweile ist es so, dass bis zu 15 Prozent des Obstes, das unter dem Namen &#8220;Südtirol&#8221; verkauft wird, nicht einmal aus Südtirol stammt. Man kauft von irgendwo her, ob das jetzt Chile oder ein anderes Land ist, die Äpfel ein und verkauft sie dann als Südtirol-Äpfel. Das Schweinefleisch aus Holland wird wenigstens nach einer hier verwurzelten Methode zu Speck verarbeitet. <strong>Wenn aber bei Äpfeln aus Chile nur ein Etikett darauf geklebt wird, womit die Herkunft aus Südtirol bestätigt sein soll, dann haben wir ein Problem.</strong><br />
In diesem Zusammenhang denke ich auch an die Milchprodukte. Qualitativ minderwertigere Milch wird außerhalb von Südtirol in Massen angekauft, bei uns weiter verarbeitet und deren Produkte dann als Südtiroler-Produkte weiter verkauft. Die hochwertige Südtiroler Milch wird häufig nach Oberitalien verkauft.<br />
Herr Dorfmann: Klarheit bitte: Alpenmilch aus Südtirol und Frischmilch aus Südtirol sind nicht dasselbe.<br />
Gastrofresh ist natürlich auch ein Problem. Die Politik sollte gefälligst Stellung nehmen, nicht wegschauen und nicht alles verschweigen.<br />
Aber es gibt auch gute Beispiele: <strong>Die Südtiroler Weinwelt hat sich in den letzten 20 Jahren so gut entwickelt</strong>, und hier wächst der Rohstoff wirklich in Südtirol. Oder auch hier im Vinschgau, die <strong>Vinschger Marille</strong>, perfekt integriert in dem Gebiet wo sie am besten wächst und auch entsprechend vermarktet.<br />
Auch die <strong>Palabirne </strong>als ursprüngliche Frucht des Vinschgaus ist auch ein Beispiel natürlicher und authentischer Herkunft. Die hochwertigen und qualitativen Produkte gibt es, aber auch hier müssen wir als Gastronomen den Mut haben eine Auswahl zu treffen.</p>
<h2 style="text-align:center;">Zusammenfassung</h2>
<p style="text-align:justify;"><strong>BIO</strong> <strong>und Südtiroler Produkte haben eine Chance, eine große Chance. </strong>Genauso wie die Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Gastwirt.<br />
Und ich wünsche mir eine Zukunft <strong>wo der Kreis sich endlich schließt</strong>.<br />
Ich wünsche mir eine Zukunft, wo es mehr Gastronomen geben wird, die diesen Weg einschlagen wollen. Die ihre Mitarbeiter mit begeistern können und sich die Zeit geben, langsam aber konsequent umzustellen.<br />
Ich wünsche mir eine Zukunft, wo es mehr Landwirte geben wird, welche den Kontakt zu den Gastronomen suchen und ihre Produkte nicht nur anonym den Genossenschaften überlassen, sondern direkt den Weg zum Gastronom suchen.<br />
Und ich wünsche mir eine Zukunft, wo die großen Verbände und die Politik und auch der oberste Politiker erkennen, welche Wertschöpfung und Chance in diesem Weg liegen und uns dabei unterstützen.</p>
<h2 style="text-align:center;">Der Schluss</h2>
<p style="text-align:justify;"><strong>BIO </strong><strong>ist eine Lebenseinstellung.</strong> BIO ist ein Wert. BIO ist Satyagraha, Kraft der Wahrheit und der Liebe. Die Wahrheit ist Freiheit.<br />
Für Freiheit und Liebe lohnt es sich auch mal schwierige und steinige Wege zu gehen. Denn nur dieser Weg ist nachhaltig und ehrlich. <strong>Und BIO </strong><strong> kann nicht dieser Weg sein, BIO </strong><strong><em>muss </em>dieser Weg sein. </strong>Das sind wir unseren Kindern und unserer Erde schuldig.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><em>michil costa, Sommergespräche auf der Alm, Kulturhöfe Rimpf &#8211; Kortsch, am 25. Juli 2009<br />
</em></p>
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		<title>Zur UNESCO: &#8220;Ich freu mich, doch. Und habe Angst&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://michilcosta.wordpress.com/2009/07/02/zur-unesco-ich-freu-mich-doch-und-habe-angst/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 07:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
				<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
		<category><![CDATA[dolomites]]></category>
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		<category><![CDATA[terroir]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich freu mich, doch. Und habe Angst, denn die Zementrührer werden sich zum Angriff rüsten. Das Weltnaturerbe wird die Geschäftemacher anlocken, die die Dolomiten bisher noch nicht kennenglernt haben.“

„Und jetzt schauen viele Augen drauf“ Titelgeschichte in ff 26/09 über die Ernennung der Dolomiten zum Weltnaturerbe
Gewaltig die Fotos, super. die Dolomiten, ach, wie ich sie liebe. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=2146&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">„Ich freu mich, doch. Und habe Angst, denn die Zementrührer werden sich zum Angriff rüsten. Das Weltnaturerbe wird die Geschäftemacher anlocken, die die Dolomiten bisher noch nicht kennenglernt haben.“<span id="more-2146"></span><br />
<strong><br />
„Und jetzt schauen viele Augen drauf“ Titelgeschichte in ff 26/09 über die Ernennung der Dolomiten zum Weltnaturerbe</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Gewaltig die Fotos, super. die Dolomiten, ach, wie ich sie liebe. Eine Superidee. Schön. Nahezu fantastisch, wenn sie nicht echt wären! Ich freu mich, doch, Angst hab’ich schon.<br />
Angst hab ich, dass in den Randgebieten weiter ausgebaut wird, denn der Ansturm wird enorm werden.<br />
Angst hab ich, denn ein kleiner Teil dieser Welt, der Teil mit seinen farbigen Monolithen, den bizarren Felsen adeln, den fantastischen Zinnen und den unerreichbaren, senkrecht abfallenden Felswänden, ist akut gefährdet.<br />
Angst hab ich, denn der Verkehr über die Dolomitenpässe wird zunehmen, die akustische Umweltverschmutzung wird noch unerträglicher werden.<br />
Angst hab ich, denn die bekanntlich begeisterten Zementrührer werden sich zum Angriff rühren. Das Weltnaturerbe wird die Geschäftemacher anlocken, die die Dolomiten bisher noch nicht kennengelernt haben.<br />
Angst hab ich, dass unsere Pässe ein Zirkuskarusell werden.<br />
Wir leben in einer Seelenlandschaft, wird diese auch von Seelenwanderern in Zukunft besucht werden? Oder werden Japaner und Chinesen anreisen, hundert Photos knipsen und dann nach Venedig weiterziehen?<br />
Zwei Dinge können die Welt retten: die Kultur und die Freiheit. Werden wir Einwohner die Kultur besitzen/erleben und einsehen, dass wir endlich nachhaltig denken müssen? Der Mangel an Freiheitsverständnis hindert uns daran, die Freiheit der Selbstbeschränkung zu erkennen. Der berühmte Mathematiker Edward Lorenz sagte: „Ein Schmetterling, der in Rio de Janeiro mit den Flügeln schlägt, verändert das Wetter in New York.“<br />
Jeder Mensch ist unweigerlich dazu verdammt, den Preis all jener Irrtümer zu bezahlen, die in seiner Epoche oder in den vorhergehenden begangen worden sind. Unsere Eltern waren die große Generation, sie haben für uns eine Welt von Freiheit und Wohlstand aufgebaut. Wir sind hingegen wie die Heuschrecken, wir haben alles aufgefressen. Unsere Kinder werden die Regeneration sein, eine Entwicklung die sich auf Nachhaltigkeit für den globalen Markt und für die Natur aufbaut. Was für unsere Eltern die Freiheit war, muss für uns die Nachhaltigkeit sein.<br />
Es gibt die Situationswerte und die Nachhaltigkeitswerte. Die Situationswerte hängen mit der Idee zusammen, dass alles vorübergeht, die Nachhaltigkeitswerte, dass ich immer hier sein werde. Die ersten bevorzugt zu haben, ist vernichtend.<br />
Ja, ich freu mich. Und habe Angst</p>
<p style="text-align:justify;"><em>michil costa, ff 27 vom 2. Juli 2009</em></p>
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		<title>Alto Adige/Südtirol &#8211; Diari di viaggio</title>
		<link>http://michilcosta.wordpress.com/2009/01/18/alto-adigesudtirol-diari-di-viaggio/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 07:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Il forum è aperto:

Alto Adige/Südtirol &#8211; Diari di viaggio

# 15
&#8220;Caro Michil, visto che tu sostieni che la bellezza dipende dalla nostra capacita&#8217; di percepirla e di recepirla non sono concorde che sia oggettiva, assoluta: tutto e&#8217; soggettivo; esiste il bello perche&#8217; esiste il brutto e se cosi&#8217; non fosse non potrei paragonare la mia terra [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=1603&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><strong>Il forum è aperto:</strong></p>
<p><a href="http://blog.altoadige.info/dblog/articolo.asp?articolo=138&amp;Language=IT#commenti" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-1604" title="capture2" src="http://michilcosta.files.wordpress.com/2009/01/capture2.jpg?w=151&#038;h=81" alt="capture2" width="151" height="81" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://blog.altoadige.info/dblog/articolo.asp?articolo=138&amp;Language=IT#commenti" target="_blank"><strong><span style="color:#48642b;">Alto Adige/Südtirol &#8211; Diari di viaggio</span></strong></a></p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-1603"></span><br />
# 15<br />
&#8220;Caro Michil, visto che tu sostieni che la bellezza dipende dalla nostra capacita&#8217; di percepirla e di recepirla non sono concorde che sia oggettiva, assoluta: tutto e&#8217; soggettivo; esiste il bello perche&#8217; esiste il brutto e se cosi&#8217; non fosse non potrei paragonare la mia terra natia piena di obbrobri con l&#8217;Alto Adige (per me)cosi&#8217; meravigliosamente curato sotto ogni aspetto. Mi trovo d&#8217;accordo invece quando sostieni che c&#8217;e&#8217; bisogno di piu&#8217; cultura e liberta&#8217; soprattutto quella di potersi limitare cosa che,giu&#8217; da noi,non e&#8217; mai avvenuta e cio&#8217; ha portato la Calabria ad un veloce e inarrestabile declino socio-culturale. NON siamo un Popolo come lo sono i tirolesi: senso di appartenenza, senso civico, solidarieta&#8217;, cultura, lavoro sono gli strumenti per sconfiggere il declino di uno Stato. Anche gli altoatesini avranno sicuramente problemi da risolvere ma nel vostro dna esistono gli strumenti migliori per risolverli. Mi dispiace dualizzare in questa maniera (noi-voi)ma e&#8217; quello che penso&#8221;<br />
di  alberto  (inviato il 16.01.2009 @ 18:16:27)</p>
<p style="text-align:justify;"># 16<br />
&#8220;ciao a tutti,<br />
a Piero: ben lungi dall&#8217;avere la presunzione che la formazione di teoremi che possano spingersi fino al pensare che il mio modestissimo minimichilpensiero possa essere l&#8217;anticamera del fanatismo, vorrei ripetere e ribadire che la Natura (cioé noi, visto che noi siamo Natura), va ben aldilà di un mero calcolo matematico. catalogare la sensibilizzazione degli animi, oppure la consapevolezza delle responsabilità come visioni fondamentaliste mi sembra un pochino sbinariato. Alberto, le Dolomiti sono oggettivamente belle. È là che vi troviamo la Bellezza assoluta. Non può essere giudicata da noi umanidi. Non noi, ma per il Giudice Imparziale questa È bellezza, credimi. Il Buon Dio ci ha dato la fortuna di poter vivere qui. Non possiamo usare e buttare, disfare e gettare. Viviamo in un paesaggio dell&#8217;Anima; e noi siamo viandanti dell&#8217;Anima: é nostro obbligo preservare questi luoghi affinché non diventino non-luoghi. Sursum corda! Alziamo i cuori!&#8221;<br />
di  michil  (inviato il 16.01.2009 @ 19:01:22)</p>
<p style="text-align:justify;">
Posted in dolomites, nature, politics, terroir  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michilcosta.wordpress.com/1603/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michilcosta.wordpress.com/1603/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michilcosta.wordpress.com/1603/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michilcosta.wordpress.com/1603/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michilcosta.wordpress.com/1603/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michilcosta.wordpress.com/1603/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michilcosta.wordpress.com/1603/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michilcosta.wordpress.com/1603/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michilcosta.wordpress.com/1603/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michilcosta.wordpress.com/1603/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=1603&subd=michilcosta&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Verschwinden Teile Ladiniens</title>
		<link>http://michilcosta.wordpress.com/2008/08/10/wie-die-schonsten-teile-ladiniens-langsam-zum-verschwinden-gebracht-werden/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 13:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mirì in der Gemeinde St. Martin ist ein besonders zauberhafter Ort im Abteital. Doch mitten in diesem irdischen Paradies wird nun eine Produktionsstätte mit einem Volumen von mehr als 6000 Kubikmetern errichtet. Außerdem soll touristisch weiter expandiert werden. Teile Ladiniens verschwinden, die ladinische Identität wird weniger.
Was wird in Zukunft ein Ladiner ohne Umwelt noch wert [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=138&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Mirì in der Gemeinde St. Martin ist ein besonders zauberhafter Ort im Abteital. <img class="alignleft size-medium wp-image-337" src="http://michilcosta.files.wordpress.com/2008/08/nuova_ladini_artisti.jpg?w=263&#038;h=300" alt="" width="263" height="300" />Doch mitten in diesem irdischen Paradies wird nun eine Produktionsstätte mit einem Volumen von mehr als 6000 Kubikmetern errichtet. Außerdem soll touristisch weiter expandiert werden. Teile Ladiniens verschwinden, die ladinische Identität wird weniger.<br />
Was wird in Zukunft ein Ladiner ohne Umwelt noch wert sein?</p>
<p><em>michil costa, FF Nr. 30 2008</em></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/michilcosta.wordpress.com/138/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/michilcosta.wordpress.com/138/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michilcosta.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michilcosta.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michilcosta.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michilcosta.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michilcosta.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michilcosta.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michilcosta.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michilcosta.wordpress.com/138/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michilcosta.wordpress.com/138/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michilcosta.wordpress.com/138/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=138&subd=michilcosta&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zum &#8220;Ried Projekt&#8221;</title>
		<link>http://michilcosta.wordpress.com/2008/08/07/zum-ried-projekt/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 13:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michilcosta</dc:creator>
				<category><![CDATA[terroir]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind verrückt! Wir spielen mit der Natur, als sei es ein &#8220;Spiel ohne Grenzen&#8221;, jene TV-Show der 60er und 70er Jahre, in der das geschickteste Team den ersten Preis einheimste. Auch hier bei uns werden am Schluss die Geschicktesten gewinnen. Die nämlich, die in möglichst kurzer Zeit möglichst große Schäden angerichtet haben.
Diese großen ökonomischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michilcosta.wordpress.com&blog=4403379&post=76&subd=michilcosta&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Wir sind verrückt! Wir spielen mit der Natur, als sei es ein &#8220;Spiel ohne Grenzen&#8221;, jene TV-Show der 60er und 70er Jahre, in der das geschickteste Team den ersten Preis einheimste. Auch hier bei uns werden am Schluss die Geschicktesten gewinnen. Die nämlich, die in möglichst kurzer Zeit möglichst große Schäden angerichtet haben.<span id="more-76"></span><br />
Diese großen ökonomischen Strategen und Gurus wissen nicht, daß Wachstum nur einen Sinn haben kann, wenn er Hand in Hand mit dem Profit geht: mit nachhaltigem Profit aber. Mit einem gemeinschaftlichen Profit, in dem Gewinn als Steigerung der Lebensqualität für die gesamte Bevölkerung verstanden wird.<br />
 <br />
Wir leben in einem Irrenhaus. Im Ultental hat sich eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Umlaufbahn auf der Schwemmalm ausgesprochen. Trotzdem wird sie gebaut. In wessen Namen? Im Namen des Fortschritts? Und worin besteht dieser Fortschritt? Was bringt er uns? Und zu welchem Preis? Schlechter Fortschritt ist Rückschritt!<br />
 <br />
Der Gipfel des Kronplatzes ist ein Un-Platz. Fast so schlimm wie Las Vegas. Ein Zement-Tsunami ist über ihn hinweggefegt, hat alles überflutet, kaputt gemacht. Die Unkultur hat ihr Bestes gegeben. Schönheit wurde weggefegt wie zu Asche verbrannte Kohle, die ihren Zweck erfüllt hat. Nur eines ist zurückgeblieben: der Anblick der Berge ringsum – vorausgesetzt, wir sehen sie überhaupt noch. Wir, die Beherrscher der Welt. Unsere Unkultur hat die Schönheit besiegt.<br />
 <br />
An den Hängen dieses vergewaltigten Berges gibt es noch ein paar unberührte Winkel, deren Unversehrtheit es zu bewahren gilt. Es ist auch unsere Unversehrtheit, ein Teil unseres Lebens.<br />
Das als fortschrittlich angediente “Ried-Projekt” stinkt nach Überholtem. Es wird den Menschen keine Wohltaten bringen. Im Gegenteil, es wird noch mehr Verletzte in das Brunecker Krankenhaus schaffen. Das Projekt ist obsolet und wird auch keine Vorteile im Sinne von weniger Verkehr auf den Straßen bedeuten.<br />
Ich spreche mich gegen das “Ried-Projekt” aus, weil nur wenige daran gewinnen. Viele, zu viele werden daran verlieren.</p>
<p><em>michil costa, Tageszeitung</em></p>
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